Newsletter 3/2019

Liebe Kameradinnen und Kameraden, 

im vergangenen Jahr sind in Deutschland mindestens 504 Menschen ertrunken. 435 Männer und Frauen, das sind rund 86 Prozent der Opfer, verloren in Flüssen, Bächen, Seen und Kanälen ihr Leben. Diese Zahlen gab DLRG-Präsident Achim Haag am 21. Februar in Hamburg bekannt.

Die meisten Todesfälle ereigneten sich an den ungesicherten Badestellen, vor allem im Binnenland. Dort kamen 435 Menschen ums Leben, das entspricht etwa 86 Prozent der Gesamtzahl. 161 starben in Flüssen, 233 in Seen und Teichen. In Schwimmbädern fanden mit 29 Badegästen vergleichsweise wenige den nassen Tod. Die Anzahl der Opfer ist 2018 insgesamt um 19,8 Prozent auf 504 gestiegen. Der Sommer im Jahr 2018 setzte bereits im April ein und ab da stiegen die Ertrinkungszahlen sukzessive an. Viele Menschen sehnten sich bei schönstem Wetter nach Abkühlung und gingen oft zu sorglos ins Wasser. Das beweisen allein die Monate Juni und Juli, in denen allein 212 Menschen im Wasser ums Leben kamen – 42 Prozent der Gesamtzahl. Andere Gründe sind erneut auch Alkoholmissbrauch und Selbstüberschätzung.

Die tödlichen Unfälle an Nord- und Ostsee haben sich im Vergleich zu 2017 um drei Fälle reduziert. An den Küsten zwischen Borkum und Usedom starben 25 Menschen (vier in der Nord- und 21 in der Ostsee), davon viele beim Segeln oder Angeln – „ein weiterer Indikator dafür, dass sich die ehrenamtliche Arbeit der Rettungsschwimmer auszahlt und dem Zentralen Wasserrettungsdienst Küste eine hervorragende Leistung bescheinigt“, so Haag. Dahingegen ist die Zahl der Todesfälle in Schwimmbädern gestiegen. 2018 verzeichnete die DLRG-Statistik 29 (2017: 12) Opfer in Frei-, Hallen- und Naturbädern. In privaten Swimmingpools ertranken zwei Menschen.

Im Geschlechtervergleich liegt der Anteil der Frauen bei rund 18 Prozent, Männer bilden abermals die Risikogruppe. „Das lässt sich meist auf Leichtsinn, Risikobereitschaft und Selbstüberschätzung zurückführen“, so Pressesprecher Wiese.

Besonders vom Ertrinken betroffen sind nach wie vor Ältere. In der Altersklasse ab 55 Jahren ertranken 203 Menschen, das sind 40,3 Prozent der Gesamtzahl, im Vorjahr waren es noch 29,2 Prozent. Negativ sind auch die Ergebnisse bei den jungen Menschen ausgefallen. Elf Kinder im Grundschul- und 15 im Vorschulalter ertranken im Wasser.

Eine besondere Risikogruppe bilden weiterhin die Flüchtlinge. Im vergangenen Jahr ertranken 33 Asylsuchende, die so gut wie alle Nichtschwimmer waren. Die DLRG hat hier bereits gehandelt und die Baderegeln in über 25 Sprachen übersetzt: https://www.dlrg.de/informieren/regeln/uebersetzungen-baderegeln.html.

Weitere Zahlen und die Präsentation zur Pressekonferenz

Beste Grüße

Euer Frank Villmow
Leiter Verbandskommunikation

Und hier gibt es den Newsletter als pdf-Datei zum Download

Kurz und Knapp

Materialstelle – verkaufsoffener Samstag
Die Materialstelle bietet am 16. März den ersten verkaufsoffenen Sonnabend 2019 an. Von 9.00 bis 14.00 Uhr können Interessierte wieder direkt ab Lager einkaufen. Das erwartet euch in Bad Nenndorf:

  • unser Showroom: Hier könnt ihr stöbern, anprobieren und einkaufen
  • Outletverkauf verschiedener. Markenhersteller für Jedermann (Produkte OHNE DLRG Branding)
  • Sonderpreisliste (gültig am 16. März 2019 vor Ort bei uns in Bad Nenndorf und im Onlineshop)
  • Catering

Schaut doch mal rein! Wir freuen uns auf euch.

Rettungsschwimmer für den ZWRD-K gesucht
Rettungsschwimmer können sich für den Zentralen Wasserrettungsdienst an der Küste im Jahr 2019 bewerben. Bewerbungen für den Zeitraum vom 18. Mai bis 23. Juni 2019 können fast immer wunschgemäß berücksichtigt werden und werden bevorzugt bearbeitet! Eine Übersicht über die Wachstationen und weitere Infos findet ihr auf der Seite https://zwrdk.dlrg.de und in der Waterkant 2019, die auch als epaper-Version hier zu finden ist.

Lebensretter 1/19
Schwimmbad geschlossen – Verein in Gefahr! Das Topthema der aktuellen Lebensretter-Ausgabe, die jetzt erschienen ist, zeigt am Beispiel der DLRG Rüsselsheim, wie schnell die Existenz eines Vereins bedroht sein kann, wenn ihm eine wichtige Grundlage entzogen wird. Nachdem das Lachebad in der größten Stadt im Landkreis Groß-Gerau in Hessen geschlossen wurde, sank die Mitgliederzahl des Bezirks binnen zwei Jahren dramatisch. Das Glück für die Rüsselsheimer Lebensretter: Der Entschluss der Stadt zu einem Neubau bot eine Zukunftsperspektive, die half, während der fünf Jahre währenden Leidenszeit durchzuhalten. Die komplette Titelgeschichte gibt es online unter dlrg.de/lebensretter.  


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Impressum

Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG)
Generalsekretär Ludger Schulte-Huelsmann
Im Niedernfeld 1-3
31542 Bad Nenndorf
Tel.: 05723/955-0
Fax: 05723-955-509

E-Mail: bgf(at)bgst.dlrg.de

Eingetragen im Amtsgericht Berlin-Charlottenburg

Vereins-Register-Nr.: VR 24198 B

Vertretungsberechtigter Vorstand:

Achim Haag, Präsident
Hans-Hermann Höltje, Vizepräsident
Dr. Detlev Mohr, Vizepräsident
Thorsten Reus, Vizepräsident
Ute Vogt, Vizepräsidentin

USt-ID: DE 119 823 912

Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 55 Abs.2 RStV:

Frank Villmow, Leiter Verbandskommunikation
E-Mail: frank.villmow(at)dlrg.de

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